Fellowship
Prähistorische Menschen unterscheiden: Forschungsaufenthalt zu den globalen Dimensionen der Humandifferenzierung am Deutschen Historischen Institut Paris
Johannes Paulmann (Leibniz-Institut für Europäische Geschichte) ist vom 1. – 31. Mai als Karl-Ferdinand- Werner-Fellow am Deutschen Historischen Institut in Paris. Er forscht dort in Bibliotheken und Museen zum Teilprojekt "Mensch-Werden, Menschen-Sein" des SFB 1482 Humandifferenzierung. Während des Gastaufenthalts beschäftigt er sich mit den globalen Dimensionen der paläoanthropologischen Forschungen seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Ihn interessiert, wie verschiedene Funde homininer Fossilien und ihre Deutung in Europa, Afrika und Asien die temporale Einordnung von Menschensorten veränderten. Welche Rolle spielten Kolonialismus, Rassismus und Nationalismus bei der Ausdifferenzierung der prähistorischen Menschen? Die globale Suche der letzten eineinhalb Jahrhunderte nach dem Ursprung kann als die jüngste Version der womöglich schon seit den eigenen Anfängen gestellten Frage des Homo sapiens nach seinen/ihren eigenen Vorfahren gedeutet werden.