D05: Konsumenten unterscheiden

Eine Illustration von einkaufenden Personen in einem Einkaufszentrum.

Ökonomischer Wandel und die Figur des „Konsumenten“

Ökonomischer Wandel generiert neue Methoden und Formen der Humandifferenzierung. In unserem TP untersuchen wir, wie der graduelle Übergang zum Konsumkapitalismus in den USA seit dem späten neunzehnten Jahrhundert die Figur des „Konsumenten“ als politische, soziale und ökonomische Kategorie in kulturellen Selbstverständnissen, gesellschaftlichen Visionen, wissenschaftlichen Taxonomien, bürokratischen Ordnungssystemen und wirtschaftspolitischen Konzepten verankerte. 

 

Humandifferenzierung, Konsumkapitalismus und Ernährungs- und Migrationsdiskurse

Wir erforschen Humandifferenzierung in einwanderungs- und ernährungspolitischen Debatten. Diese sind bis heute für die Aushandlung staatsbürgerlicher Zugehörigkeit, sozialer Inklusion, ökonomischer Teilhabe und kultureller Sichtbarkeit im epochalen Übergang zu einer auf Konsum ausgerichteten Wirtschaft und Gesellschaft zentral.

 

Leitfragen

1. Welche neuen Humandifferenzierungen entstehen im Kontext der Herausbildung moderner Konsumgesellschaften? 

2. Welche Rolle spielen Einwanderungs- und Ernährungsdiskurse in der Formierung und Festigung konsumistischer Kategorien?

3. Inwieweit sind Differenzierungen in der Migrations- und Ernährungspolitik mit der politischen Ökonomie der Konsumgesellschaft verwoben?